DIN, EN, ISO, IEC – verbessern Ihr Image

Was welche Norm aussagt, wo die Unterschiede liegen und wozu Normen und Zertifizierungen wichtig sind.

Was steckt hinter den Abkürzungen:

DIN = Standards in Deutschland

EN = Standards in Europa

ISO = Internationale Standards (Mechanik)

IEC = Internationale Standards (Elektrik und Elektrotechnik)

 

DIN, EN, ISO und IEC: Wo liegen die Unterschiede?

DIN: Standards in Deutschland

Jedes europäische Land hat seine eigenen Normen. In Deutschland ist das die DIN-Norm. DIN steht für „Deutsches Institut für Normung“, das die Kriterien für die jeweilige Norm festlegt. Ausgewiesene Experten auf ihren jeweiligen Gebieten entwickeln, ausgehend vom aktuellsten Stand der Technik und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, Regeln, die dann idealerweise für alle Produkte und Lösungen gelten.

EN-Norm: Normen auf europäischer Ebene

In der EU wird heute weitgehend eine Vereinheitlichung der nationalen Normen angestrebt. Normen, die auf europäischer Ebene verabschiedet werden, werden mit dem Kürzel EN gekennzeichnet. Dabei erhalten auch nationale Normen, wie eben die DIN-Norm, einen entsprechenden Zusatz. Eine DIN-EN-Norm bedeutet somit, dass eine ursprünglich deutsche Norm zukünftig als europäische auftritt. Inhaltlich macht das meist keinen Unterschied. Eine EN-Norm wird von einem aus drei europäischen Komitees bestehendem Gremium verabschiedet.

Wann eine EN-Norm in den Normungskatalog aufgenommen wird, entscheidet sich in einem standardisierten Prozess. Vorschlagen kann die Norm prinzipiell jedes Mitglied einer europäischen Normungsorganisation. Die EN-Norm hat sich neben der DIN-Norm in Deutschland bei einem Großteil der bestehenden Normen durchgesetzt. Zahlreiche Normen tragen daher die Bezeichnung DIN-EN, oftmals sind sie zusätzlich ISO-genormt.

ISO und IEC: Internationale Standards

ISO steht für „International Organisation for Standardization“ und bezeichnet folglich internationale Normen. Die Organisation wurde im Jahr 1946 gegründet, um Industriestandards aufzustellen und technische Regeln zu vereinfachen und international vergleichbar zu machen. ISO-Normen sind vor allem mechanischer Natur. Auch ISO-Normen können für sich allein stehen oder als ursprünglich europäische oder nationale Norm mit dem ISO-Zusatz geführt werden. Das bedeutet letztendlich nur, dass zum Beispiel eine deutsche DIN-Norm internationalen Anforderungen entspricht.

Für Themen, die mit Elektrik und Elektronik zu tun haben, haben sich die IEC-Normen der „International Electrotechnical Commission“ durchgesetzt.

DIN, EN, ISO, IEC — verbessern Ihr Image !

 

Grundsätzlich die Normen sind nicht verpflichtend, aber sie können angewendet werden. Es sei denn, sie sind vertraglich oder gesetzlich festgelegt. Sie versprechen Verbindlichkeit und schaffen ein Vertrauen beim Kunden was gerade zu Wünschen bei einem Unternehmer liegt.

Heute gibt es mehr als 24.000 DIN-Normen. Neue Normen werden heute direkt auf europäischer Ebene verabschiedet.

Warum sollten Sie einen der Standards festlegen?

Schließlich kostet etwa eine Zertifizierung z.B. mit der DIN-EN-ISO 9001, die ein standardisiertes Qualitätsmanagement belegt, auch Geld: interne Kosten für die Implementierung des Systems im Unternehmen sowie externe Stakeholder Analyse, das Audit durch externen Auditor und, oder Ausbildung einer Mitarbeiter und etc. für kleine und mittlere Unternehmen zum finanziellen Last kommen können.

Die Einhaltung der ISO wird von einem Lead — Auditor der Zertifizierungsstelle zertifiziert. Dieses Zertifikat ist drei Jahre gültig, anschließend findet ein Re- Zertifizierungsaudit statt.

Allerdings versprechen Normen auch enorme Vorteile:

  1. Normen steigern Qualität und Sicherheit!
    Unternehmen, die sie anwenden oder mitgestalten, profitieren von reibungslosen und sicheren Arbeitsabläufen, Steuerung von internen und auch externen Prozessen, hohen Qualitätsstandards. All das spart letztendlich Geld und hilft dabei, dass Kunden Vertrauen gewinnen – was wiederum die Einnahmen erhöht.
  2. Internationale Normen: eine Sprache sprechen
    Wenn Ihr Geschäftspartner Normen nutzt, werden seine Betriebsabläufe transparent und Sie können einschätzen, ob er und seine Lieferanten etwa Umweltauflagen oder Sicherheitsstandards einhalten.
  3. Innovationstreiber und Fortschritt
    Neue Entwicklungen am Markt, ob Produkt oder Dienstleistung zu zertifizieren, kann dabei helfen, sie nachhaltig und langfristig zu positionieren. Die Normung verrät etwa die Kompatibilität zu anderen Lösungen und Produkten und steht für einheitliche Messmethoden.
  4. Dies schafft angesichts ständiger Verbesserungen wiederum Vertrauen — und das ist entscheidend für den Markterfolg.

 

Quelle*: Wikipedia.

Vorwort  DIN EN ISO/27001:2017-06. Beuth Verlag GmbH.

2.01.2021

 

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